Office Open XML (OOXML): Datengefängnis in Standardsyntax

10. September 2007 von Wolfgang Sommergut

Mit seinen unsauberen Praktiken im ISO-Standardisierungsprozess für OOXML führt Microsoft sein ruppiges Monopolistengehabe aus den 90er Jahren fort, das die Firma in den letzten Jahren nur mehr selten so offen zu Tage treten ließ. Nun könnte man argumentieren, dass eine gute Technologie notfalls auch mit Tricks zu einem offenen Standard befördert werden darf. Aber im Fall von OOXML passen Politik und Technik gut zusammen. Microsoft zeigt mit den neuen Office-Formaten, wie sich eine Standardsyntax (XML) nutzen lässt, um die Tradition proprietärer Dateiformate fortzuführen. OOXML demonstriert, wie sich das XML-Versprechen, Daten von der Anwendungen zu entkoppeln, systematisch aushebeln lässt.

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Freud und Leid mit XML-Dateiformaten

15. Februar 2007 von Wolfgang Sommergut

Heutzutage erlauben fast alle Anwendungen den Export der Daten in ein XML-Format. Das ist ein großer Schritt aus dem Datengefängnis proprietärer Binärformate, aber in der Praxis kann es beim XML-Output noch weit fehlen. Das ist zumindest meine Erfahrung mit einem Buchmanuskript, das Mitte der 90er Jahre entstand und mir als Framemaker-Datei vorlag.

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Fadenscheinige Argumente für Microsofts Office Open XML

2. Dezember 2005 von Wolfgang Sommergut

Seit der Ankündigung von Microsoft, dass die XML-Dateiformate von Office geöffnet und bei der ECMA standardisiert werden, gibt es eine heftige Debatte über den Sinn dieses Vorgehens. Sie dreht sich vor allem um die Frage, wieso es eines weiteres Office-XML-Formats bedürfe, nachdem mit dem Open Document Format bereits ein Standard existiert. Microsoft ließ sich eine Reihe von Gründen einfallen, warum das ODF angeblich nicht in Frage kam.

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Austauschformat für Social Bookmarks

9. Juli 2005 von Wolfgang Sommergut

Bud Gibson schlägt mit xFolk ein auf XHTML basierendes Datenformat vor, das Einträge in Social-Bookmark-Diensten darstellen soll. Dieses Microformat wäre geeignet, um Bookmarks leichter zwischen verschiedenen Services austauschen zu können. Das wichtigste Anliegen von xFolk besteht indes darin, eine einheitliche Schnittstelle für darauf aufsetzende Anwendungen zu bieten, etwa für Suchmaschinen oder Greasemonkey-Scripts. xFolk nutzt wie andere XHTML-Microformate vor allem aussagekräftige class-Attribute und lässt sich auch in RSS oder Atom einbinden. Unklar ist, ob del.icio.us, Furl oder andere dieses neue Format unterstützen wollen.

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Microsofts offen offenes Standard-Dateiformat für Office 12

14. Juni 2005 von Wolfgang Sommergut

Letzte Woche verlautbarte Microsoft, dass die Anwendungen von Office 12 per Voreinstellung ihre Daten im XML-Format speichern werden. Unklar war zu diesem Zeitpunkt, ob das neue Dateiformat auf dem OpenDocument-Standard beruhen würde, den Oasis Anfang Mai verabschiedet hatte. Immerhin kommt in der Pressemitteilung fünf Mal das Wort “offen” und vier Mal “Standard” vor. Gestern ließ Brian Jones vom Office-Team in seinem Weblog die Katze aus dem Sack.

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Google Sitemaps: Warum muss es ein proprietäres Format sein?

5. Juni 2005 von Wolfgang Sommergut

Webmaster sollen dem Google-Web-Crawler das Leben leichter machen und zu diesem Zweck Google Sitemaps anlegen. Der Googlebot müsste sich für diverse Metadaten dann nicht mehr durch den HTML-Markup-Salat wühlen, sondern könnte sie bequem aus einem XML-Dokument entnehmen. Dazu zählen Informationen über das letzte Update einer Seite, über ihre Priorität im Vergleich zu anderen Dokumenten oder die Häufigkeit, mit der bestimmte Seiten verändert werden. Für diese Daten schlägt Google ein eigenes XML-Sitemap-Format vor. Aber muss das sein?

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Infoworld testet freie XML-Datenbank eXist

30. Mai 2005 von Wolfgang Sommergut

Das von Wolfgang Meier gegründete eXist-Projekt begann als Middleware für MySQL. Sie diente quasi als Übersetzungschicht, die XML-Dokumente relational DOM-konform speicherte und mittels XPath abfragen konnnte. Mittlerweile wurde daraus eine native XML-Datenbank. Die Infoworld lobt die einfache Installation und Bedienung der freien Software. Außerdem erhalten die XQuery-Implementierung, die WebDAV-Unterstützung sowie das REST-API gute Noten.

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W3C zaudert bei der Überarbeitung von XLink

28. April 2005 von Wolfgang Sommergut

Die XLink-Arbeitsgruppe im W3C hat den Entwurf für die Version 1.1 veröffentlicht. Nachdem XLink in der Familie der XML-Standards zu den am wenigsten erfolgreichen gehört, gab es die Erwartung, dass es in der nächsten Version entscheidend überarbeitet wird. Allerdings hatte der Editor der Spezifikation, Norman Walsh, bereits im Januar einen Ausblick auf mögliche Veränderungen XLink 1.1 gegeben. Und die fallen moderat aus: Der Link-Type simple, der weitgehend den unidirektionalen Verweisen in HTML entspricht, wird zum Normalfall erklärt und muss nicht mehr extra ausgewiesen werden. Außerdem sollte XLink 1.1 auch mittels XML Schema und Relax NG formuliert werden und nicht mehr bloß über eine Document Type Definition (DTD). Und schließlich sieht die Spezifikation nicht nur URIs, sondern auch IRIs vor. Ob das reicht, um XLink zum Durchbruch zu verhelfen?

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Defizite in der XML-Unterstützung von Office 2003

29. März 2005 von Wolfgang Sommergut

Simon St. Laurent, Autor des Buches Office 2003 XML, hat eine Mängelliste für die XML-Unterstützung der Microsoft-Anwendungen zusammengestellt. Darunter finden sich einige wohl bekannte Kritikpunkte, einige andere geben aber Einblicke in Inkonsistenzen und halb fertige Funktionen von Office 2003.

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Von OLE und OpenDoc zu den Compound Documents des W3C

16. März 2005 von Wolfgang Sommergut

Wenn man eine Excel-Tabelle in ein Word-Dokument einbettet, dann kommt dabei eine Technologie namens OLE zum Einsatz. Das Gesamtwerk speichert Microsoft in einem Archivformat, das die Apache-Entwickler spöttisch POI (für Poor Obfuscation Implementation) nennen. In der Mitte der 90er Jahre trat ein Hersteller-Konsortium unter der Führung von Apple und IBM mit OpenDoc gegen Microsofts OLE an. Kurz vor seiner Fertigstellung wurde das Projekt aber eingestellt. Es enthielt ein Speicherformat für zusammengesetzte Dokumente namens Bento (für all jene, die sich noch erinnern ;-) Gemeinsam ist OLE und OpenDoc, dass sie außerordentlich komplex sind.

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CeBIT-Nachbetrachtungen

14. März 2005 von Wolfgang Sommergut

Nach zwei Jahren Pause besuchte ich in diesem Jahr wieder die CeBIT. Die Veranstaltung ist immer noch riesig wie eh und je, Lärm und Show dominieren die Hallen. Wer sich als Journalist akkredidiert, kann gleich mehrere Dutzend Pressekonferenzen besuchen. Allerdings setzen die Firmen den Trend fort, mit ihren Ankündigungen nicht bis zur CeBIT zu warten. Zum Teil bekam ich Pressemitteilungen in die Hand gedrückt, die bereits mehrere Wochen alt waren. Wenn die CeBIT mehr bringen soll als Frust, dann sollte man nach meiner Erfahrung schon vorher ein paar Termine vereinbaren. Zwei davon empfand ich als besonders anregend.

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Tutorial des W3C zu XHTML2 und XForms

1. März 2005 von Wolfgang Sommergut

Das Deutsch-Österreichische W3C-Büro veranstaltet am 19. April 2005 ein Tutorial zu XHTML 2 und XForms. Die Veranstaltung findet in St. Augustin bei Bonn statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

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Überblick zu freien XML-Editoren

von Wolfgang Sommergut

Ein Beitrag auf Newsforge bespricht auf knappem Raum mehrere freie XML-Editoren. Der Autor gibt zu jedem Tool eine kurze Info, es findet kein Vergleich zwischen den Programmen statt. Erwähnt werden KXml Editor, Bluefish, Quanta, Screem sowie die Allzweckeditoren vim und emacs, für die eine gewisse XML-Unterstützung eingerichtet werden kann. Der u.a. in Apache Lenya genutzte Bitflux-Editor kommt nicht zur Sprache.

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Microsoft streicht XQuery aus .NET Framework 2.0

1. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut

Auf MSDN gab Microsoft bekannt, dass es doch keine Client-seitige Unterstützung für die XML-Abfragesprache XQuery im .NET-Framework 2.0 (Whidbey”) geben werde. Dieser Schritt wird damit begründet, dass XQuery noch nicht als W3C-Empfehlung verabschiedet worden sei. Nach den Erfahrungen mit XSLT, als Microsoft auf Basis des W3C-Working-Draft eine Implementierung mit dem Internet Explorer auslieferte, finde ich diese Entscheidung vernünftig. Bleibt nur mehr die Frage, warum dieses Problem beim SQL Server 2005 keine Rolle spielen soll. Er wird eine XQuery-Unterstützung auf Basis des derzeitigen W3C-Entwurfs erhalten.

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Ausführliche Beschreibung des XML-Formats von MS Word

15. Januar 2005 von Wolfgang Sommergut

InformIT beschreibt in einer vierteiligen Serie (1 2 3 4) Microsofts proprietäres Dateiformat WorldML (das seit einiger Zeit WordprocessingML heißt, wohl um einen allgemeineren Anspruch anzumelden). Normalerweise muss man sich nicht durch das Unterholz dieses Dateiformats schlagen, wenn man nicht einen Filter oder eine andere Anwendung dafür schreiben will. Die Artikelserie vermittelt aber einen guten Eindruck davon, wie man XML einsetzen kann, um möglichst viele Vorteile eines offenen Standards zu eliminieren.

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