12. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Firmen sind scharf auf „qualifizierte Adressdaten“. Wer ein Whitepaper oder ein bisschen Software anzubieten hat, verlangt dafür gerne zahlreiche persönliche Angaben. Die entsprechenden Registrierungsformulare wirken für viele Interessenten so abschreckend, dass sie auf die Angebote des Unternehmens lieber verzichten und die Seite wegklicken. Deshalb gibt es immer mehr Schlaumeier, die sich scheinbar mit einer Minimalregistierung zufrieden geben.
So auch Documentum: please sign in by simply entering your name and e-mail address below
. Ich hatte schon den Verdacht, dass da noch etwas kommen würde und tippte bloß meine Hotmail-Adresse ein. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auf die nachfolgende Registrierungsorgie habe ich dann gerne verzichtet. Und Documentum ist mir nun natürlich viel symphatischer geworden.
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11. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Microsoft nutzt Googles Adwords, um für seine Suchmaschine MSN Search zu werben:

[Danke Thomas!]
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von Wolfgang Sommergut
Google hat offenbar dem Wikipedia-Projekt angeboten, das Hosting für die freie Enzyklopädie zu übernehmen. Da geht es um mehr, als dass für die Wikipedia in Mountain View ein paar Server hingestellt werden. Das Projekt könnte die hoch skalierbare und stets verfügbare Infrastruktur von Google nutzen. Denkbar wäre dann natürlich auch eine engere Integration mit anderen Google-Diensten.
Die Wikipedia könnte die Leistungsfähigkeit der Google-Plattform nur allzu gut gebrauchen, denn sie krankt schon länger an erheblichen Perfomance-Problemen (an denen aber wohl besonders das Mediawiki schuld ist). Aus der Sicht von Google wäre eine engere Integration mit der Wikipedia wieder ein schlauer Schachzug. Microsoft bietet nämlich die Encarta im Rahmen von MSN Search an und hat Google damit ein interessantes Feature voraus. Mit der Unterestützung der Wikipedia würde man eine Community-basierte Alternative stärken.
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von Wolfgang Sommergut

Der neue Service hört auf den Namen Newsburst. Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist keine Konkurrenz zu Bloglines. Er bietet wesentlich weniger Funktionen und richtet sich mit seiner Präsentation der Inhalte nicht an News-Junkies, Blogger oder ähnliche. Mein erster Eindruck ist, dass CNet damit ein Tool entwickelt hat, um die große Mengen des eigenen Contents mundgerecht zu servieren. Durch die Aggegierung zusätzlicher Inhalte aus anderen Quellen wird CNet als „Schaltzentrale“ für IT-News weiter aufgewertet.
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10. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Auf die Ankündigung, dass die Computerwoche nun Trackbacks unterstütze, reagierte ein Leser leicht gereizt mit diesem Kommentar:
Hallo, was ist „Trackback“? Was habe ich davon? Was sind „Blogger“? Es wäre wünschenswert, Nutzen und Anwendung zu beschreiben, statt mit Begriffen, die nicht greifbar bzw. definiert sind, zu jonglieren.

Die aktuelle Frage der Woche Nutzen Sie Blogs (Weblogs) als Informationsquelle?
beantworten aber weniger als zehn Prozent mit Was ist ein Blog?
. Die meisten Web-Nutzer sind also offenbar doch mit dem Phänomen Weblogs vertraut. Aber es gibt noch ein paar hartnäckige Widerstandsnester, die es noch nicht zur Kenntnis nehmen.
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von Wolfgang Sommergut
Seit ein paar Tagen befindet sich in der Sidebar meines Blogs die Liste der 15 neuesten Bookmarks, die ich bei del.icio.us gespeichert habe. Ich finde diese Darstellungsform angenehmer als die „Links des Tages“ in ein eigenes Blog-Posting zu verpacken. Technisch ist das relativ einfach zu realisieren, ich habe dazu ein PHP-Script mit dem RSS-Parser magpie verwendet. Ein Muster dafür gibt es bei Richard Eriksson, man muss es nur an die eigenen Bedürfnisse anpassen. magpie hat eine Cache-Funktion, so dass der Seitenaufbau nicht durch Performance-Probleme bei del.icio.us ausgebremst werden kann.
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9. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Salon hat herausgefunden, dass die Startup-Firma Robot Co-op zu Amazon gehört. Die Company betreibt eine ziemlich pfiffige Website mit dem Namen 43 Things
, auf der Besucher ihre persönlichen Wünsche bekennen dürfen. Zu den Sehnsüchten zählen etwa Publish a novel
, Attend a Building of Basecamp workshop in London
, Go bowling more often
oder natürlich win the lottery
. Jeder Wunsch soll von seinem Besitzer mit ein paar Begriffen kategorisiert werden, gefragt sind also User-generierte Metadaten, wie es bei Flickr oder del.icio.us üblich ist („Folksonomies“). Auf diese Weise entsteht ein mächtiges Tool, um Bedürfnisse möglicher Konsumenten zu erforschen.
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von Wolfgang Sommergut
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8. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Jon Udell gibt ein Statement von Bill Gates wieder, das der Chief Software Architect auf der Office Developer Conference geäußert hat. Es klingt so verständlich wie der Spruch eines Orakels:
And so what Sharepoint is going to sit on top of is a database engine, and WinFS is just a framework on top of this database engine, those are one and the same thing. It’s the next big iteration of SQL that gives us all of those powers. It’s perfectly symmetric — client to server, WinFS to Sharepoint. It’s not even clear that WinFS and Sharepoint are necessary because what you’re going to see is they’re exactly the same thing. Sharepoint just evolves up on the server, WinFS evolves down on the client.
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7. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Geht man ein paar Tage in Urlaub oder auf Termin, dann kann man alle Mails, die in der betreffenden Zeit eintreffen, automatisch mit einer Abwesenheitsnachricht beantworten. Das funktioniert mit allen fortgeschrittenen Mail-Systemen, auch mit Lotus Notes. Nur dort hat die Funktion offenbar einen Haken. Ich habe heute zu Büroschluss die Funktion für die Zeit „Heute“ und „Morgen“ aktiviert. Ergebnis: Alle, die mir im Laufe des Tages eine Mail geschickt haben, erhielten eine Abwesenheitsnachricht. Notes reagiert scheinbar nicht auf eingehende Mails, sondern beantwortet automatisch alle Nachrichten, die in den Zeitraum der Abwesnheit fallen. Wehe, man vertut sich im der Kalender-Control und gibt einen Anfangstermin ein, der einen Monat zurückliegt!
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von Wolfgang Sommergut
Das BSI ließ den KDE-Mail-Client KMail um eine Verschlüsselungsoption erweitern:
Bereits vor drei Jahren hatte das BSI die Unternehmen Intevation, g10 Code und Klarälvdalens Datakonsult im Rahmen des Projekts „Ägypten-1“ beauftragt, den vom BSI geforderten Verschlüsselungsstandard S/MIME für die freien E-Mail-Programme KMail und Mutt bereitzustellen. Primäres Ziel des Nachfolgeprojekts „Ägypten-2“, das im Dezember 2003 startete und im November des vergangenen Jahres abgeschlossen wurde, war es, die Benutzerfreundlichkeit der Verschlüsselung zu verbessern.
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4. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Clay Shirky berichtet auf Many to Many, dass Spammer del.ico.us missbrauchen, um ihre einschlägigen Sites zu bewerben. Das Prinzip erinnert an den Suchmaschinen-Spam aus Zeiten, zu denen Altavista noch wichtig war: Unseriöse Sites fütterten //meta/@keywords mit zahllosen Schlagwörtern. Änhlich klappt es auch bei del.icio.us. Man setze ein Lesezeichen auf die eigene Site, nehme eine lange Liste von populären Tags (die man ganz einfach ermitteln kann) und zeichne den Link damit aus.
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3. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Die Verbreitung von RSS ist offenbar weit genug fortgeschritten, um Geschäftsleute auf den Plan zu rufen. Rojo, ein Web-basierter RSS-Aggregator nach dem Muster von Bloglines, gewann Marc Andreessen als Investor. Die Company konnte zudem Geld von Venture-Kapitalisten an Land ziehen.
Siehe auch: Erste Eindrücke vom RSS-Aggregator Rojo.
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1. Februar 2005 von Wolfgang Sommergut
Dieser Frage geht cockeyed.com auf systematische Weise nach und kommt auf die erstaunliche Zahl von 600,426,974,379,824,381,952. Sie bewegt sich also im Bereich der Sextillionen. Ich habe den Eindruck, dass ich alle diese Wortvarianten schon einmal gesehen habe.
Kategorie: Spam | 1 Kommentar »
von Wolfgang Sommergut
Auf MSDN gab Microsoft bekannt, dass es doch keine Client-seitige Unterstützung für die XML-Abfragesprache XQuery im .NET-Framework 2.0 (Whidbey“) geben werde. Dieser Schritt wird damit begründet, dass XQuery noch nicht als W3C-Empfehlung verabschiedet worden sei. Nach den Erfahrungen mit XSLT, als Microsoft auf Basis des W3C-Working-Draft eine Implementierung mit dem Internet Explorer auslieferte, finde ich diese Entscheidung vernünftig. Bleibt nur mehr die Frage, warum dieses Problem beim SQL Server 2005 keine Rolle spielen soll. Er wird eine XQuery-Unterstützung auf Basis des derzeitigen W3C-Entwurfs erhalten.
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